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Ein mitteleuropäisches Ritual aus heutiger Zeit

Das Buch zum Ritual: Die Weisse Eule



Die *Weisse Eule* ist ein schamanisches Gruppen-Ritual, welches geprägt ist durch eine intensive zehnjährige, persönliche Entwicklung und der Auseinandersetzung mit den uns durchwebenden Kräften. Fragmente unserer alpinen Tradition im Umgang mit Geistwesen flossen in die Entstehung dieses Rituals mit ein. 
Festgesetzte Ausgleiche und Spenden werden zur Deckung entstandener Unkosten sowie als Spende für gute Zwecke verwendet (Spendenzweck wird jeweils am entsprechenden Anlass bekannt gegeben).
Das normalerweise nicht frei zugängliche Ritual *Weisse Eule* findet dann statt, wenn jemand danach fragt und weitere Menschen daran teilnehmen wollen. Dieses Ritual dient der Übertragung von Kraft und der Stärkung der teilnehmenden Personen. Teilnehmende bleiben meist nicht unbeteiligte Zuschauer, sondern werden einbezogen.
Die *Weisse Eule* kann dort statt finden, wo danach gefragt wird.



Während des Rituals trete ich hinter meinen Geistzwilling zurück um ihm die Gestaltung des Rituals zu überlassen.

Dies geschieht normalerweise mittels rituellen, schrittweisen Anziehens von Schamanengewand, Kopfputz, Augenvorhang und schliesslich durch das Tragen der Gesichts-Maske, welche am stärksten meinen Geistzwilling repräsentiert. Die Anwesenden unterstützen diesen Vorgang durch Trommeln, Rasseln und Singen oder auch einfach durch das aufmerksame Hier-Sein.
Ein wichtiger Teil des Rituals ist das gemeinsame Essen und Trinken, welche die Teilnehmenden selbst mitbringen. Alle nehmen etwas mit und alle dürfen alles essen und trinken (Bitte keinen Alkohol etc. mitbringen).

Der Zweck eines solchen Abends ist in erster Linie Heilung und Rat, welche die Anwesenden auf Grund ihrer kund getanen oder stillen Bitten erlangen möchten. Anwesende müssen damit rechnen, dass mein Geistzwilling ihnen Rat oder Behandlung zukommen lassen wird, ohne dass sie danach gebeten oder dies erwartet haben. Solche Zuwendung geschieht in aller Regel ganz offen vor allen Anwesenden. Die Erfahrung, welche ich in Tuva im Jahre 2001 und nun auch mit diesem Ritual gemacht habe, zeigt, dass solches (halb-)öffentliches Schamanisieren für alle Anwesenden hilf- und heilsam ist, auch wenn die Einzelnen vielleicht nicht direkt im Kontakt mit meinem Geistzwilling sein werden.

Der Zustand, in welchem ich mich als Adrian dabei befinde, zeigt sich in einem weitgehenden Zurücktreten meiner Persönlichkeit der alltäglichen Wirklichkeit zugunsten meiner Persönlichkeit der nichtalltäglichen Wirklichkeit. Es ist jedoch kein Volltrance-Zustand.

Es ist freies Kommen und Gehen erlaubt, den möglichen Anweisungen des Veranstalters muss Folge geleistet werden. In gewissen Phasen kann der Zutritt zum Raum verwehrt werden, der Austritt ist immer gewährt und jederzeit möglich. Während der Kernelemente des Rituals sollen laute Gespräche vermieden werden, ausser die Anweisung lautet anders. Das Ritual kann dauern (open end) und Essen und Trinken ist wie bereits erwähnt ein Part davon (normalerweise dauert das Gesamtritual zwischen 2 und 8 Std.).

Schamanistische Rituale dieser Art können selbstverständlich nicht die fachgerechte Behandlung und Begleitung bei körperlichen oder psychischen Leiden durch Heilpraktiker, Arzt und / oder Psychotherapeut / Psychiater ersetzen. Zweck ist die Initiation spiritueller Beratung und geistige Einwirkung im Sinne der „Geistheilung". Wohl können Heilungen in Folge dessen auftreten, sie sind aber NICHT das erklärte Ziel. Sollte der eigene Gesundheitszustand darüber hinaus Zweifel daran lassen, gefahrlos an einem solchem Ritual teilnehmen zu können, wenden sich Teilnehmende im Vorfeld an ihren behandelnden Heilpraktiker, Arzt oder Psychotherapeuten / Psychiater. Auch in diesem Sinne findet eine Teilnahme eigenverantwortlich statt. Eine Haftungsanspruch für gesundheitliche oder sonstige Schäden jedweder Art gegenüber den Veranstaltern und mir als Durchführenden ist ausgeschlossen.
Teilnehmende bestätigen die Kenntnisnahme dieser Ausführungen durch ihre Anmeldung und ihre Anwesenheit beim Ritual "Weisse Eule".

Die Anzahl der Teilnehmenden ist aus Raumgründen beschränkt. Anmeldungen erfolgen immer ausschliesslich über den Veranstalter.

Ich als Durchführender verdiene am Ritual nichts. Allerdings entstehen Unkosten (Reisekosten, Kost und Logis), die durch den Veranstalter und die Teilnehmenden abgedeckt werden müssen.
Um die Kraft des Anlasses auch für andere zu nutzen, werden zusätzlich zu einem generellen Unkostenbeitrag (festgesetzter Ausgleich) freiwillige Spenden gesammelt. Der Spendenzweck wird spätestens am jeweiligen Anlass bekannt gegeben und wird meist durch den Veranstalter in Absprache mit mir festgelegt. Bei Unstimmigkeiten über den Spendenzweck bestimme ich als Ritualanbieter letztinstanzlich.



Auf der Fahrt zwischen zwei Tour-Stationen der Weisse-Eule-November-Tour 2007 dachte ich über die Wirkung dieses Rituals nach. Wieso dieses Interesse daran und wieso berührt es die Teilnehmenden mehrheitlich? Ich glaube, es ist gefragt und kommt an, weil es ein neuzeitliches, schamanisches Ritual aus Mitteleuropa ist. Es ist nicht abgeguckt oder importiert und es hat keine uralte Tradition. Es ist hier und heute entstanden. In und durch einen Menschen unserer modernen Zeit des mittleren Europas, gegeben von den Geistern an uns alle, die hier wohnen und leben. Die positive spirituelle Kraft eines hinübergegangenen, transformierten, mitfühlenden Geistes ist unmittelbar spür- und erlebbar. Bitte versuchen sie zu verstehen: Geist meint nicht Gespenst; ich schreibe hier nicht von Verstorbenen, sondern von spiritueller Essenzen, die das Leben ausmachen.

Wir brauchen dringend unsere eigenen Geschichten, damit Schamanentum einfacher aus uns heraus entstehen kann. Die Geschichte des Rituals *Weisse Eule* und das Ritual an sich erfüllen diese Bedingung. Wir müssen nicht mehr weit weg suchen gehen, ferne Länder bereisen um Schamanen dort zu besuchen. Wir brauchen nicht diese künstliche Distanz zu schaffen, indem wir sagen, wir seien „schamanisch Tätige“. Zugegeben, die gibt es auch, die schamanisch Tätigen; aber es gibt auch Schamaninnen und Schamanen bei uns, die erkannt sein wollen, die Hilfe brauchen auf ihrem Weg von solchen, die sie erkennen können. Kurse, persönlicher Unterricht und so fort helfen.
In allen Kulturen, in denen Schamanentum gelebt wird, werden zudem Geschichten erzählt, nicht selten von den Schamaninnen und Schamanen selbst. Diese Geschichten sind hilfreich und heilsam. Sie erzählen von dem täglichen Leben der Menschen aus der eigenen Kultur und welche Wege einzelne darin gefunden haben. Dadurch werden sie wegweisend für andere, die sich in ähnlichen Situationen befinden. Sie geben Antworten auf stille und auch drängende Fragen, formulieren, was jemandes Nöte sind und geben Rat.

Auch schamanische Geschichten bestehen in dieser Abhängigkeit zur eigenen Kultur und zum eigenen Leben. Schamanische Geschichten von anderswo können uns berühren. Sie offerieren uns, unser eigenes Handeln zu hinterfragen. Sie sind jedoch im Endeffekt exotisch. Wir wissen, dass solche Geschichten in einem komplett anderen Hintergrund fussen als es der unsere ist. So werden auch eindringliche schamanische Geschichten aus anderen Kulturen für uns letztlich exotisch bleiben. Und weil sie in diesem kleinen Punkt exotisch sind, hilft uns das, auf Distanz zu ihnen zu verharren.

Schamanische Geschichten von hier, aus unserer heutigen Zeit und in Mitteleuropa entstanden, mögen wir weiterhin als fremd empfinden, weil sie im allgemeinen Alltag (noch) nicht verankert sind. Exotisch sind sie jedoch nicht und sie haben sehr viel mit uns hier zu tun. Das ist die heilende, helfende und unterweisende Kraft, die in ihnen steckt.

Darum berührt die Geschichte und das Ritual „Weisse Eule“. Daher soll es weiterhin stattfinden und noch vielen Menschen zugänglich werden. Damit sie ihre eigenen Wurzeln selbst erkennen können. Damit sie Hilfe erhalten. Und damit ihr Mut gestärkt wird, ihren eigenen schamanischen Weg zu gehen.

 
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